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„Penken-Pepi“ – das neue Familien-Highlight im Zillertal

Mit einem Anteil von 5,6 % am Brutto-Inlandsprodukt (Statistik Austria, 2016) ist der Tourismus nach wie vor einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Österreich. Doch der Gast ist anspruchsvoll und möchte für das hart verdiente Urlaubsgeld etwas geboten bekommen. Somit stehen die Tourismusbetriebe immer wieder vor der Herausforderung etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen. Es geht darum, sich in der Fülle des Angebots so zu positionieren, dass man auch noch wahrgenommen wird.

Aus dieser Notwendigkeit heraus investieren Bergbahnbetriebe regelmäßig in neue Lift- und Beschneiungsanlagen, die den Wintergästen immer mehr Komfort, wie Sitzheizungen oder W-LAN bieten, beziehungsweise die Nutzbarkeit der Pisten verbessern. Die Sommerbahnen hinken hingegen in punkto Attraktivität teilweise hinterher und stehen oft vor dem Problem, eine bessere Auslastung zu erreichen um einen wirtschaftlichen Betrieb zu sichern. Mehr Sommerfahrten zu generieren ist natürlich nicht nur im Interesse des Liftbetreibers, sondern auch der Gastronomen am Berg. Aus dieser Sachlage können sich interessante Kooperationen mit einer Win-win-Situation für alle Beteiligten ergeben.
Im Zillertal ist es zwischen den Finkenberger Almbahnen und einem Gastronomen und Grundbesitzer am Penken, zu genau solch einem Einvernehmen gekommen. Gemeinsam wurde die Idee geboren, neben der bestehenden Granatkapelle, welche aus der Feder des renommierten Architekten Mario Botta stammt, und dem „Herzsee“, eine Attraktion für Familien zu schaffen um somit den Sommertourismus zu beleben.
Klar war, dass sich die neue Attraktion um das Maskottchen des Penken, den „Pepi“ drehen wird. Pepi, das ist ein liebenswerter Bär in Zillertaler Tracht, der in seinem Aussehen und seinen Proportionen einem Kuscheltier nachempfunden ist.
Doch wie wird aus einem Kuscheltier ein Highlight, das Besucher in Staunen versetzt? Und wie schafft man es, aus diesem Kuscheltier einen USP zu machen? Die Idee war eine riesige, bespielbare Skulptur zu errichten. Natürlich war klar, dass diese Attraktion nur der erste Grundstein eines über einige Jahre angelegten Plans sein kann, um den Penken auch im Sommer interessanter zu gestalten. Zur Konkretisierung dieses Zieles wurden mehrere Spielgeräte Hersteller eingeladen, sich für dieses Projekt zu bewerben und einfallsreiche Konzepte auszuarbeiten. Nach Begutachtung der verschiedenen Ideen und Entwürfe und Beurteilung der Konzepte, sowie mehreren Gesprächen mit den Firmen, wurde die Entscheidung zugunsten des österreichischen Herstellers OBRA-Design getroffen.
 
Matthias Dengg, Geschäftsführer der Zillertaler Gletscherbahnen dazu rückblickend: „Neben einem überzeugenden Konzept war für uns besonders wichtig, mit einem erfahrenen und zuverlässigen Partner zusammen zu arbeiten, der auch mit den teils sehr schwierigen Bedingungen in Gebirgslagen zurechtkommt. Das Team von OBRA-Design hat damit viel Erfahrung und ist dieser Herausforderungen absolut gewachsen. Zudem ist das Unternehmen ein echter Spezialist was die Realisation von Großprojekten betrifft und schlussendlich hat uns natürlich auch das vorgelegte Konzept vollends überzeugt.
Das große Interesse mit dem das ganze Projektteam an der Umsetzung dieses einzigartigen Spielplatzes gearbeitet hat war wirklich einzigartig. Die Arbeiten wurden professionell und termingerecht durchgeführt und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Pepi’s Kinderland am Penkenjoch ist mit seinem 8 Meter hohen Maskottchen Pepi natürlich für Groß und Klein ein riesiger Anziehungspunkt. Schon jetzt in den ersten Tagen nach der Eröffnung ist das Echo, vor allem der Kinder, beeindruckend.“
 
Der Wunsch der Bergbahn war es, die erste Ausbaustufe möglichst rasch umzusetzen, so dass diese bereits im Sommer 2017 den Besuchern zur Verfügung steht. „Wie man sich vorstellen kann, bekommt man nicht oft die Gelegenheit einen 8 m hohen Bären, mit Spieleinrichtungen im Inneren, zu errichten. Trotzdem haben wir den engen Zeitplan nicht gescheut. Da wir auf individuelle Anfertigungen spezialisiert sind, war dieses Projekt genau das richtige für uns.“, so Geschäftsführer DI (FH) Florian Philipp. In nur 12 Wochen schaffte es das Unternehmen das neue Highlight „Pepi“, sowie einen vorgelagerten Kleinkinder-Spielbereich auf dem 2095 m hohen Penken zu realisieren.
Zur besseren Visualisierung wurde bereits in der Konzeptphase ein maßstäbliches Modell von Pepi gebaut, um zu zeigen, wie das bis dahin nur zweidimensional existierende Maskottchen, in dreidimensionaler Ausführung aussehen wird. Die Anfertigung eines Modells war nicht nur für die bessere Veranschaulichung wichtig, schon jetzt konnten konstruktive Überlegungen einfließen. Schließlich ist ein 8 Meter hoher Bär entstanden, der sich in 3 Hauptebenen und mehrere Zwischenebnen gliedert.
Über die Beine wird der Spielbereich betreten. „Wichtig war uns den Bären nicht nur optisch attraktiv zu gestalten, sondern der Zielgruppe Familie einen möglichst hohen Spielwert zu bieten.“, erläutert Philipp. So können die drei Ebenen über verschiedenste Zugänge, wie Netze, Rampen, Leitern und Steigbügel, erklommen werden. Auf der untersten Ebene wurde speziell für Kleinkinder diverse Einrichtungen, wie ein Spielhaus, eine Kriechröhre oder ein Zerrspiegel, vorgesehen. Auf der zweiten Ebene können die Kids über eine Rutsche aus dem Bauch des Bären herausrutschen und auf der dritten Ebene gibt es für alle Klettermaxe ein Raumnetz. Selbstverständlich entspricht der Spielbereich im Bären allen Anforderungen der Spielgerätenorm ÖNORM EN 1176.
Die Konstruktion besteht zur Gänze aus österreichischem Lärchenholz. Damit die Konstruktion auch dem Wind und den Schneemassen trotzt, wurde als Basis ein 8eckiger Turm errichtet. Auf diesen wurde anschließend die Form des Bärens mit einer Spanten-Konstruktion aufgebaut. Dazu wurde modernste Technik angewandt und das Modell mittels 3D-Scan in das CAD-Programm eingelesen. So konnte die Form des Modells 1:1 übernommen, und der Planungsvorgang enorm beschleunigt werden. Parallel zur Detailplanung erfolgte die statische Berechnung nach Eurocode durch ein externes Statikbüro. Eine Anforderung des Bergbahnbetriebes war, dass auch im Winter bei Schneetreiben kein Schnee in die Konstruktion gelangen kann. Um dies zu gewährleisten wurde einerseits der Turm mit einer 2schaligen Außenwand und einer Dichtfolie verkleidet, andererseits die Außenhülle als Kaltdach, mit Dichtbahnen, aufgebaut. Um den Fellcharakter des Bären nachzuahmen, entschied man sich für eine gänzliche Verkleidung mit gefärbten Holzschindeln. Durch die so entstandene Optik fügt sich die eindrucksvolle Konstruktion harmonisch in die Landschaft ein und vermittelt Regionalität und Tradition.
Mit der Spielskulptur Pepi und dem dazugehörigen Kleinkinder-Spielplatz haben die Finkenberger Almbahnen den erste Schritt zur Sommerbelebung am Penken erfolgreich umgesetzt. Ein weiterer Ausbau, um auch für ältere Kinder ein Angebot zu schaffen, wurde bereits bei OBRA-Design in Auftrag gegeben, und wird 2018 nach der Schneeschmelze realisiert.